<font color="green">Blog ETF750</font>


VIX Index* 4.8.2017 Thomas Timmermann

Volatilität auf historisch niedrigem Niveau

Oben abgebildet ist der Volatilitätsindex für Optionen an der europäischen Terminbörse. Wenn die Aktienmärkte stark korrigieren, wie z.B. im Jahr 2000, geht der Index auf fast 60 ... dann sind Absicherungsoptionen (fast) unbezahlbar ... im Gegenzug ist das Verkaufen von z.B. Call Optionen (womit man sich von Kursgewinnen ab einem gewissen Level abschneidet) sehr lukrativ! Zurzeit ist dieser Index auf einem historisch niedrigen Niveau ... d.h. der Kauf von Absicherungsoptionen ist sehr günstig und der Verkauf von Optionen -um Zusatzerträge zu generieren- bringt kaum etwas ein.

Diese Information ist in mehrfacher Sicht wichtig für die Steuerung der Absicherungsstrategie im ETF750. Zunächst einmal muss man ja nicht mit Optionen absichern ... man könnte auch einfach Terminkontrakte verkaufen ... und das Marktrisiko ist vollständig abgesichert. Diese Strategie kommt zurzeit nicht in Betracht, da wir in intakten Aufwärtstrends sind und wir sehr viel Geld verlieren ... wenn die Märkte weiter steigen ... was sie ja seit Monaten tun!  Konkret: DAX steigt um 7% ... wir verlieren 7% auf den Terminkontrakten ... und gleichzeitig schaffen es die eher defensiven deutschen Aktien im Fonds, im besten Fall 7% zu steigen ... unter dem Strich ein Nullsummenspiel!

Ein so hartes Absicherungsinstrument behalten wir uns vor, wenn es ein ernstes Problem an den Märkten gibt ... und wir schnell und effektiv „ohne Wenn und Aber“ absichern müssen. Die niedrigen Optionspreise laden ein, sich mit Optionen einzudecken und suggerieren gleichzeitig,  dass man sie gar nicht braucht!! Denn gerade wenn keiner erwartet, dass die Märkte unter Druck kommen könnten ... sind Absicherungsoptionen billig. Doch was kosten sie eigentlich? Eine Dezember Absicherungsoption ab einem Niveau von 3.500 Indexpunkten im EURO STOXX 50 kostet knapp unter 4%, also im Jahr ca. 7-8%. Das ist immer noch sehr viel! Daher kaufen wir im Rahmen der Absicherungsstrategie „light“ nur ca. die Hälfte der Kontrakte, die wir eigentlich bräuchten und verkaufen gleichzeitig Optionen und verkürzen damit die Absicherungsstrecke… um am Ende im Falle stagnierender oder steigender Märkte weniger zu bezahlen. Wir passen uns also dem positiven Börsenumfeld an,  um die Kosten der Absicherung möglichst gering zu halten.

Ziel der Strategie ist es dann, in wirklich schlechten Marktphasen mit unseren Absicherungspositionen so viel extra zu verdienen, dass das Kosten für die Absicherungsstrategie light in positiven Marktphasen überkompensiert werden. Eine Garantie, dass uns dies gelingt, gibt es natürlich nicht ... aber einen Track Record für ein Produkt, bei dem wir diese Strategie schon sehr lange einsetzen: das ideasTV-Sicherheitsorientierte Zertifikat (WKN CB1TVS, zu finden auf www.ideastv.de)!

Ich wünsche Ihnen ein ruhiges unvolatiles Wochenende!

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.

02.08.2017  12.02. Thomas Timmermann

 

Wettbewerbsfähigkeit...

Deutschland geht es zurzeit wirklich gut. Das belegen alle Wirtschaftsdaten. Die derzeit diskutierten Probleme der Automobilindustrie kratzen da nur leicht am wirtschaftlichen Selbstbewusstsein. Doch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sinkt sukzessive. Der Euro ist keine schwache Währung mehr. Die Lohnstückkosten steigen und es lohnt sich, einmal einen Blick auf die Verkehrs-Infrastruktur zu werfen. Nächste Woche werden wir die ideasTV Sendung mit dem Titel küren: Ist "Made in Germany" Geschichte? Den Inhalt habe ich heute mit unserem Chefvolkswirt Dr. Krämer vorbesprochen.

Markttechnisch geht es heute mal wieder einfach nur "seitwärts". Die Lage hat sich gegenüber gestern Abend nicht verändert :)


DAX Index* 16:50 Uhr 1.8.2017 (Thomas Timmermann)

 

 

DAX 12.400 II

Vor ein paar Tagen hatte ich schon den Bereich von 12.400 Indexpunkten im DAX kommentiert. Diese Marke ist meines Erachtens technisch sehr relevant! Denn dort lag das alte Allzeithoch aus dem Jahre 2015 und dort befindet sich die 100-Tage-Durchschnittslinie (im Chart oben grün). Belastet von der Automobilkrise und dem starken Anstieg des Euros in den lezten Tagen war der DAX auf dem besten Weg zu seiner 200-Tage-Durchschnittslinie bei 11.800 Indexpunkten (im Chart oben rot). Er hat jedoch weit vorher gedreht. Der Chart oben zeigt recht beeindruckend, wie schwach der Abwärstdruck gestern war und wie magnetisch der Index wieder in Richtung 12.400 Indexpunkte strebt ... Den genauen Einfluss der Währung und die Belastung im Automobilsektor bespreche ich morgen in der ideasTV-Sendung mit Andreas Hürkamp. Das Fazit kann ich jetzt schon verrraten: Die momentane Indexschwäche wird sich vermutlich nicht langfristig durchsetzen können :) 

 

Beim ETF750 halten wir im DAX im Rahmen unserer Absicherungsstrategie light DAX Absicherungsoptionen mit Laufzeit Dezember 2017 mit dem Basispreis 12.400. Damit sichern wir ca. 40% des Gegenwerts an deutschen Aktien ab.. nur 40% .. nicht 100%.. das ist der Unterschied zwischen einer Abischerungsstrategie "light" oder "forte". Die Optionen haben wir an Bord falls der Markt es doch nicht schafft die 12.400 wieder zu erobern... dann wird er sich zwangsläufig unter dieser Marke aufhalten .. und dafür halten wir einen Teilschutz vor. Wir werden auch bei weiter steigendem DAX wieder mehr Call Optionen zur Gegenfinanzierung verkaufen.. aber dafür ist es noch zu früh.. denn man kriegt zur Zeit viel zu wenig Prämie für das Abschneiden des Marktpotentials!

 

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.


EUR/US Dollar Kursverlauf* 10:45 Uhr 01.8.2017 (Thomas Timmermann)

 

 

 

Der schwache US Dollar...

Der US-Dollar wertete in 2017 bisher um 12,42% gegenüber dem Euro ab. Als Gründe geben die Analysten den potenziellen Ausstieg der EZB aus der lockeren Geldpolitik, die politischen Verwirbelungen in Washington, das laxe Verhalten der FED und nicht zuletzt die technische Lage der Währung an.

Was bedeutet dies für den ETF750? Zunächst einmal belastet es die Performance in diesem Jahr! Ganz bewusst werden ja 25% des Fonds in amerikanischen Aktien in US-Dollar investiert. Hintergrund dieser am Jahresanfang stets neu festzulegenden Quote ist der gewünschte Diversifikationseffekt. In den letzten Jahren entwickelten sich die amerikanischen Aktien und die amerikanische Währung wesentlich besser als die europäischen - es lohnt sich also, nicht alles auf Europa zu setzen. Aber in diesem Jahr haben die Währungsverluste die Aktiengewinne überkompensiert und sich negativ auf die Wertentwicklung des ETF750 ausgewirkt. Dies ist auch bei allen anderen Fonds zu beobachten, die international in dividendenstarke Aktien investieren und daher naturgemäß eine hohe US-Dollar Exponierung haben.

Wenn Sie also auf einen starken Euro in den nächsten Jahren setzen, sollten Sie den ETF750 aus diesem Grund meiden! Ich rechne eher nicht damit und bevorzuge es, die Weltleitwährung und amerikanische Aktien im begrenzten Umfang an Bord zu haben! Zusätzlich muss man sich mit den Auswirkungen des starken Euro auch auf die exportabhängigen europäischen Aktien beschäftigen. Die morgige Sendung mit Andreas Hürkamp habe ich diesem Thema gewidmet. Er wird im Übrigen auch eine klare Aussage für den weiteren DAX Verlauf in diesem Jahr abgeben. Der Absicherungsgrad im ETF750 steigt automatisch durch die unten beschriebenen Optionspositionen bei fallenden Indexständen und liegt zurzeit bei 28%. Wir haben gestern noch einige kurzfristige Optionen zur Zeitwertfinanzierung verkauft. Unsere Absicherungspositionen können ihre Stärke laufzeitbeding (Dezember Verfall) und wegen der bei fallenden Indexständen nicht steigenden impliziten Volatilitäten nicht richtig zur Geltung bringen. Das kann sich jedoch schnell ändern und die kurzfristige technische Lage der Märkte erfordert es nach wie vor, eine grundsätzliche Absicherungsposition an Bord zu haben! Dazu aber morgen mehr.

 

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.

 


STOXX 600 Index* 26.7.2017 (Thomas Timmermann)

 

Ganz viel Abstand!

Aus dem STOXX 600 Universum werden die europäischen Aktien im ETF750 selektiert. Es lohnt sich, diesen Index mal mit ganz viel Abstand zu betrachten: Im Gegensatz zum amerikanischen Bruder S&P 500 hat der STOXX 600 in diesem Jahr kein neues Allzeithoch geschafft. Das macht ihn aber irgendwie interessant. Er befindet sich am oberen Ende einer sehr, sehr, sehr langen Seitwärtsbewegung …  bei einem nachhaltigen Überschreiten der 400-Indexpunkte-Marke würde er ein starkes technisches Kaufsignal abgeben! Erfahrungsgemäß hat der Index dann relativ kurzfristig locker ein zusätzliches Potenzial von ca. 10%. Achim Matzke erklärt in der aktuellen ideasTV-Sendung zum Index, dass die hinterherhinkende Indexperformance u.a. von dem großen Anteil der britischen Aktien belastet wäre, die wegen der Brexit-Unsicherheit zurzeit ja eher bremsen. Sollte sich hier die Lage entspannen, könnten aber gerade diese Aktien zum Katalysator werden... wie auch immer ... mit viel Abstand betrachtet hat der Index sicherlich noch Potenzial nach oben! Für den ETF750 bedeutet dies, an der Absicherungsstrategie „light“ festzuhalten.. aber mit sehr viel Vorsicht beim Abschneiden der Kurschancen nach oben vorzugehen ... die Kurschancen sollte man nicht zu den zurzeit historisch niedrigen Prämien am Optionsmarkt zu unbedacht verkaufen!! ... denn der Preis dafür könnte hoch sein, wenn der Index sein „technisches Kaufsignal“ geliefert hat und anfängt, zu laufen!

 

Bis dahin hält aber die technische Konsolidierung an der Börse an. Die kurzfristigen Abwärtstrends der Indizes sind zum Wochenende noch intakt. Solange der DAX und der EURO STOXX 50 aber über ihren 200-Tage-Durchschnittslinien notieren, sollte man die Abkühlung an den Märkten nicht überdramatisieren. Gefühlt zum ersten Mal seit Auflage des ETF750 vor einem Jahr profitiert der Fonds von der Absicherungsstrategie. Die 12.400 Dezember-Put-Optionen im DAX und 3.500 Dezember-Put-Optionen im EURO STOXX 50 fangen an, ihre Wirkung zu entfalten.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

 

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.

Euro Stoxx 50 Index* 26.07.2017 17:00 Uhr.. (Thomas Timmermann)

 

 

Alles wieder gut?

Inzwischen haben sich der DAX und der EURO STOXX 50 wieder gut erholt und die impliziten Volatilitäten sind auch wieder gesunken. Angeführt u.a. von hohen Kursgewinnen bei den Banken und einer starken Wall Street, sind wir beim DAX wieder auf dem Weg zur 12.400 Punkte Marke und beim EURO STOXX 50 in der Nähe der 3.500 Punkte. Der Chart oben zeigt aber auch, dass der kurzfristige Abwärtstrend noch steht und die 100 Tage Durchschnittslinie (noch) nicht zurückerobert werden konnte. Im gleichen Chart unten finden Sie den MACD Indikator, den ich oft betrachte. Dieser gibt ein Gefühl dafür, wie weit eine Konsolidierung im Aufwärtstrend schon fortgeschritten ist. Dieser Indikator signalisiert mir heute, dass es gute Chancen gibt, den kurzfristigen Abwärtstrend bald zu brechen, um anschließend einen neuen Test der Jahreshochs vorzubereiten.

Im ETF750 war heute nicht viel zu tun. Wir warten auf höhere Marktniveaus, bevor wir wieder Call Optionen verkaufen werden. Der Fonds ist fast vollständig investiert. Die Absicherungsquote "light" liegt immer noch bei niedrigen ca. 25 Prozent

Übrigens: heute Abend nimmt unser Chart Experte Achim Matzke in ideasTV (ab 18:52 auf N-TV live und bei uns auf der Webseite).. zu technischen Lage Stellung. Schauen Sie doch mal rein :)

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.


DAX Index* 25.07.2017 10:40 Uhr.. (Thomas Timmermann)

 

DAX Automobilsektor...

Aus aktuellem Anlass und auch, um das Übergewicht der eher "Derivate lastigen" Blogs der letzten Tage zu reduzieren, ein paar Sätze zu den DAX-Automobilaktien: Dieser Sektor** ist entscheidend für den DAX! Er macht 43% des Umsatzes aller DAX-Konzerne aus und trägt 33% zum erwarteten DAX-Nachsteuergewinn bei. Laut aktuellen Markterwartungen sollen die vier Autoaktien mit 8,6 Mrd. Euro 26% der für das Geschäfstjahr 2017 erwarteten DAX-Dividenden zahlen. Der Anteil des Autosektors an der Marktkapitalisierung liegt dagegen "nur" noch bei 14%. Zum einen bezahlt der Markt nur noch das Achtfache für die erwarteten DAX-Autogewinne (während der Rest des DAX ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 15 hat). Und zum anderen sind im DAX nur die VW-Vorzugsaktien enthalten - die VW-Stämme finden im DAX keine Berücksichtigung! Was bedeutet dies für den ETF750? Da wir mit DAX-Terminkontrakten unsere deutschen Aktien absichern, ist eine negative Entwicklung des Index für den Fonds zunächst gewinnbringend. Fragt sich nur, wie viele deutsche Automobilaktien wir im Fonds haben? Zunächst einmal ist der Anteil pro Aktie im ETF750 auf ca 1% beschränkt... also selbst wenn wir alle DAX-Autoaktien an Bord hätten, wären es nicht 14%, sondern nur 4%. Aber das Selektionsmodell hat sich bei der letzten Anpassung nur für BMW entschieden... und als einzige andere europäische Autoaktie für Renault. Beide Aktien würden übrigens Stand heute beim nächsten Qualitäts-Check Ende August im Fonds bleiben. Das Modell berücksichtigt auch die niedrige Bewertung dieser beiden Aktien und Renault hat sich in den letzten Wochen im Vergleich sehr gut geschlagen! Der DAX erholt sich heute... die impliziten Volatilitäten fallen wieder... entscheidend ist jetzt, ob er das Niveau um 12.400 Indexpunkte bzw. 3.500 Indexpunkte im EURO STOXX 50 zurückerobern kann. Die Absicherungsquote liegt bei 26%... das "Thetha", also der Gewinn oder Verlust durch den Zeitwertverfall von Optionsprämien, ist heute morgen leicht positiv.

 

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.

**Quelle aller Daten zum Automobilsektor: Commerzbank Research (Andreas Hührkamp)


V1X Index 24.7.2017 12:00 Uhr (Thomas Timmermann)
Und jetzt reagiert auch der Optionsmarkt...

Heute Morgen hatten wir viel zu tun ... da sich die Konsolidierung in Richtung der 200-Tage-Durchschnittslinien fortsetzt, ist nun auch der professionelle Markt für Optionen angesprungen! Zum ersten Mal seit langem steigen die impliziten Volatilitäten (Preise für Absicherung von Aktienpositionen) wieder kräftig. Das kann man gut an der Grafik oben erkennen. Was bedeutet das für den ETF750?

Zunächst habe ich mir heute Morgen die Unterschiede der Preise nach Laufzeit angeschaut. Und siehe da: die kurzlaufenden Optionen sind prozentual stärker gestiegen als die langfristigen! Wir haben daher einige unsere per Dezember 2017 verkauften Put Optionen (Basispreis 10.200 DAX und Basispreis 2.950 im EURO STOXX 50) zurückgekauft und sie direkt mit Laufzeit September und einem etwas höheren Basispreis neu verkauft. Bei diesen verkauften Optionen, die ja gegen gekaufte Put Dezember Optionen mit viel höheren Basispreisen stehen (Basispreis 12.400 im DAX und Basispreis 3.500 im EURO STOXX 50), ist es gut, wenn sie möglichst schnell wertlos verfallen - denn wir nutzen sie teilweise als Gegenfinanzierung zu den gekauften Put Optionen. Daher bringt das opportune Tauschen gegen eine 3-monatige Laufzeit (mit viel schnellerem Verfall) eine höhere tägliche Einnahme durch den Zeitwertverfall der verkauften Optionen (ein höheres "Thetha"). Warum erzähle ich Ihnen das alles?

Nicht, um Sie zu verwirren! Eigentlich nur, um mit Ihnen mitzuteilen, was beim ETF750 an so einem Tag passiert. In der Gesamtsicht glaube ich immer noch, dass wir in der längst überfälligen technischen Korrektur sind - nicht mehr und nicht weniger! Es wird spannend sein, wie stabil sich der amerikanische Aktienmarkt in dieser Woche entwickeln wird…

 

 

 

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.


Euro Stoxx 50* Index 21.7.2017 16:20 rot gestrichelt: Absicherungsniveau 3500; grün/rot: 100/200 Tage Durchschnittslinie  (Thomas Timmermann)

Und plötzlich bewegt sich der Markt doch!

Ich hatte Ihnen ja schon ein schönes Wochenende gewünscht! Doch es war zu früh.. der Aktienmarkt kam dann doch nach dem Juli Verfall ins rutschen und auch die impliziten Volatilitäten sind inzwischen gestiegen. Zeit vor dem Wochenende noch unsere wichtigste europäische Absicherungsposition mit Euro Stoxx 50 Indexoptionen zu besprechen. Kern der Strategie sind 300 Dezember Puts mit Basispreis 3500. Im Chart oben sieht man das dort die 100 Tage Linie verläuft.. und genau diese Marke konnte dann heute Mittag nicht gehalten werden. Die gekauften Optionen.. die ab 3500 ca. 56% des Marktwerts der im Fonds befindlichen europäischen Aktien absichern.. werden zum Teil mit 250 verkauften Dezember 2017 Put Optionen mit Basispreis 2950 finanziert. Die Absicherungsstrecke verläuft also per Dezember zwischen 3500 und 2950 Indexpunkten und damit über ca. 15%. Inzwischen ist die Absicherungsquote für den Gesamtfonds übrigens auf ca. 25% gestiegen. Das bedeutet das falls die Aktien im Fonds 1% verlieren.. die Teil-Abischerungsposition den Verlust auf ca. 0,75% begrenzen sollte.. und .. und dieses Verhätlnis trifft auch in etwa auf den heutigen Tag zu!..

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.


DAX* Index 21.7.2017 11:00  (Thomas Timmermann)

DAX 12.400

Heute ist Juli-Verfall der Optionen an der europäischen Terminbörse. Der Markt scheint sich auf das DAX Niveau von 12.400 und das EURO STOXX 50 Niveau von 3.500 Punkten zu einigen (als Abrechnungsstände). 12.400 Punkte im DAX ist nicht irgendein Indexstand - aus technischer Sicht liegt dort das alte Allzeithoch, das in diesem Jahr überwunden wurde!! ... und die 100-Tage-Durchschnittslinie ... beides könnte dazu führen, dass das Niveau verteidigt wird. DAX Bären würden jetzt argumentieren, der Euro sei viel zu stark gestiegen.. und dies würde nachhaltig der deutschen Wirtschaft schädigen. Diesem Argument kann man zwar folgen, aber man sollte auch berücksichtigen, dass die deutschen Exporte der letzten zwölf Monate im Mai über 3% über dem Vorjahr lagen ... auf einem neuen Allzeithoch! In der Absicherungsstrategie der deutschen Aktien im ETF750 findet diese Analyse die folgende Anwendung: Kern der Absicherung sind 30 Kontrakte DAX-Put-Optionen (Laufzeit Dezember 2017), die ca. 40% des Gegenwerts der im Fonds befindlichen deutschen Aktien absichern. Teilfinanziert werden sie durch 10 verkaufte August DAX-Put-Optionen Niveau 11.700 (200-Tage-Durchschnittslinie) und 20 Dezember DAX-Put-Optionen Niveau 10.200. Ebenfalls zur Teilfinanzierung dienen 10 verkaufte August-Call-Optionen Niveau 13.000. Sollte der Index wirklich innerhalb eines Monats wieder auf sein Allzeithoch bei knapp unter 13.000 Indexpunkten zurückkehren, würde mich das positiv überraschen. Zurückgekauft haben wir in den letzten Tagen alle lang laufenden DAX-Call-Optionen, da die implizite Volatilität auf Niedrigstniveau gefallen ist... und das weitere Festhalten an diesen Optionen nicht mehr sinnvoll erscheint.. die Marktteilnehmer scheinen sich einig, dass es in den  nächsten Monaten sehr, sehr ruhig sein wird an den Aktienmärkten :)... der ETF750 geht ins Wochenende mit einer leicht niedrigeren Absicherungsquote von ca. 22%... übrigens, gerade eben wurde ein ausführliches ideasTV Radio-Interview mit Achim Matzke zur technischen Lage produziert (finden Sie vorne auf der Homepage) und er ist mein Gast der nächsten Sendung am kommenden Mittwoch ... schönes Wochenende!

*Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie auch den 5-Jahres-Verlauf des hier angezeigten Index, den Sie auf dieser Seite unter Marktübersicht finden.

 


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